ADAC MX Masters Tensfeld 2026

Hier ist ein Bericht über das extrem fordernde Rennwochenende der ADAC MX Masters in Tensfeld, das ganz im Zeichen von Schlamm, Regen und dramatischen Wendungen stand.

Schlammschlacht in Tensfeld: Wenn der Tiefsand zur Rutschbahn wird

Der sandige Waldkurs in Tensfeld gilt ohnehin als eine der härtesten und konditionell anspruchsvollsten Strecken im Kalender der ADAC MX Masters. Doch beim diesjährigen Aufeinandertreffen der Motocross-Elite machten die äußeren Bedingungen das Rennen zu einer absoluten Reifeprüfung für Mensch und Maschine.

Anhaltender, schwerer Regen verwandelte den sonst so griffigen Tiefsand in eine extrem rutschige, tiefe Schlammwüste. Die Spuren fuhren sich tief aus, die Sicht der Fahrer war durch den permanenten Schlammbeschuss extrem eingeschränkt, und das Halten des Bikes wurde zum puren Kraftakt. Wie unberechenbar die Strecke war, zeigte sich besonders am Samstag: Nach schweren Bedingungen und Stürzen musste das erste Rennen sogar mit der roten Flagge vorzeitig abgebrochen werden.

Die Ergebnisse: Konstanz schlägt das Chaos

Trotz Sturzpech und schwierigen Pistenverhältnissen gab es am Ende des Wochenendes strahlende Gesichter und einen Wechsel an der Tabellenspitze.

ADAC MX Masters (Hauptklasse)

Als der große Gewinner des Wochenendes ging der Niederländer Roan van de Moosdijk hervor. Obwohl er sich bei einem Sturz am Samstag leicht verletzte, bewies er am Sonntag die größte Konstanz im Schlamm. Mit einer konstanten Serie von drei zweiten Plätzen sicherte er sich den Gesamtsieg und übernahm gleichzeitig die Führung in der Meisterschaft.

Der deutsche Mitfavorit Max Nagl erlebte hingegen ein bitteres Wochenende: Er stürzte am Samstag in Führung liegend und verlor wertvolle Punkte. Das Samstagsrennen wurde nach dem Abbruch für Tom Koch gewertet, der sich den Laufsieg schnappte.

Die Top-Ergebnisse der Gesamtwertung in Tensfeld:

  • 1. Platz: Roan van de Moosdijk (NED, KTM) – Konstant stark mit 2-2-2 in den Läufen
  • 2. Platz: Jere Haavisto (FIN, KTM) – Gewinner des packenden Finalrennens
  • 3. Platz: Maximilian Spies (GER, KTM) – Starke Leistung auf dem Podium
  • 4. Platz: Jörgen-Matthias Talviku (EST, Yamaha)
  • 5. Platz: Tom Koch (GER, KTM) – Sieger des abgebrochenen Samstagsrennens

Die weiteren Klassen im Überblick

Auch der Nachwuchs und die Gaststarterinnen mussten den harten Wetterbedingungen trotzen:

  • ADAC MX Youngster Cup: Der Däne Nicolai Skovbjerg trotzte dem Regen am besten, holte sich den Tagessieg und baute seine Führung in der Meisterschaft weiter aus.
  • ADAC MX Junior Cup 85: Hier triumphierte Patriks Cirulis, der mit einer tollen Performance im Schlamm die Tabellenführung von seinem Zwillingsbruder übernahm.
  • DMX Damen (Gastrennen): Bei den Frauen sicherte sich die Britin Lucy Barker den Tagessieg unter den extremen Bedingungen, während Larissa Papenmeier ihre Gesamtführung in der Meisterschaft verteidigte.

Fazit: Tensfeld hat seinem Ruf als brutale Sandstrecke alle Ehre gemacht. Wer hier im Dauerregen auf dem Podium stand, hat sich jeden einzelnen Punkt mit purer Willenskraft und herausragender Fahrzeugkontrolle erkämpft.